Umweltmanagement mit EMAS: messen, prüfen, verbessern

Als Abfallwirtschaftsunternehmen erfüllt die AWG wichtige Aufgaben für Wuppertal und die Region. Unsere Tätigkeiten – von der Abfallsammlung und den Recyclinghöfen über die thermische Abfallbehandlung bis zur Aufbereitung von Rostasche und Bodenaushub – wirken sich zugleich auf die Umwelt aus. Deshalb erfassen, bewerten und überprüfen wir diese Auswirkungen systematisch.

Was ist EMAS?

EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und ist ein freiwilliges Umweltmanagementsystem der Europäischen Union. Es unterstützt Organisationen dabei, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

EMAS verbindet interne Abläufe mit einer unabhängigen externen Prüfung. Dazu gehören insbesondere:

  • die systematische Erfassung und Bewertung relevanter Umweltaspekte,
  • die Festlegung konkreter Umweltziele und Maßnahmen,
  • die Überwachung der Umweltleistung anhand von Kennzahlen,
  • regelmäßige interne Umweltbetriebsprüfungen,
  • die Beachtung der einschlägigen umweltrechtlichen Anforderungen und
  • eine öffentlich zugängliche, extern validierte Umwelterklärung.

Unser Umweltmanagementsystem orientiert sich an den Anforderungen der EMAS-Verordnung und der DIN EN ISO 14001:2015.

Welche Bereiche sind einbezogen?

Das Umweltmanagementsystem umfasst die Tätigkeiten der AWG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen WVW Wertstoffverwertung Wuppertal GmbH und BRA Bodenrecyclinganlage Wuppertal GmbH.

Berücksichtigt werden unter anderem:

  • die Verwaltung und die thermische Abfallbehandlungsanlage am Standort Korzert,
  • der Bereich Sammlung und Transport,
  • die vier Recyclinghöfe der AWG,
  • die Rostascheaufbereitung der WVW und
  • die Bodenrecyclinganlage der BRA.

Damit betrachten wir sowohl die direkten Auswirkungen unserer Anlagen und Fahrzeuge als auch weitere Einflüsse, die mit unseren Dienstleistungen und betrieblichen Entscheidungen verbunden sind.

Wie funktioniert das Umweltmanagement bei der AWG?

Ausgangspunkt ist die Bewertung unserer wesentlichen Umweltaspekte. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von Energie und Betriebsmitteln, Emissionen, Wasserverbrauch, Abfallströme, Flächennutzung und biologische Vielfalt.

Auf dieser Grundlage legen wir Ziele und Maßnahmen fest. Die Entwicklung wird anhand geeigneter Kennzahlen überwacht. Regelmäßige interne Prüfungen und eine Bewertung durch die Geschäftsführung zeigen, ob die vorgesehenen Maßnahmen wirken und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

EMAS ist damit kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess:

  1. Umweltauswirkungen erfassen und bewerten,
  2. Ziele und Maßnahmen festlegen,
  3. Maßnahmen umsetzen,
  4. Ergebnisse messen und prüfen,
  5. Verbesserungen ableiten.

Unsere Umweltziele

Das aktuelle Umweltprogramm enthält konkrete Vorhaben für die kommenden Jahre. Dazu zählen beispielsweise:

  • die weitere Verringerung des CO₂-Ausstoßes der Sammelfahrzeuge,
  • der schrittweise Ersatz von Dieselfahrzeugen durch Elektrofahrzeuge,
  • die Untersuchung zusätzlicher Einsparpotenziale beim Stromverbrauch,
  • der Ausbau eigener Photovoltaik-Erzeugung,
  • die Prüfung elektrisch betriebener Baumaschinen sowie
  • Bildungsangebote für Kindergärten und Schulen.

Ob und in welchem Umfang die Ziele erreicht werden, wird im Rahmen des Umweltmanagementsystems regelmäßig überprüft und in der Umwelterklärung dokumentiert.

Transparenz durch eine geprüfte Umwelterklärung

In unserer Umwelterklärung veröffentlichen wir Informationen über unser Umweltmanagement, die wesentlichen Umweltauswirkungen, Umweltkennzahlen sowie unsere Ziele und Maßnahmen.

Die Umwelterklärung 2025 wurde durch zugelassene EMAS-Umweltgutachter geprüft und am 12. Juni 2026 validiert. Die Prüfung bestätigt, dass die darin veröffentlichten Daten und Angaben ein verlässliches und nachvollziehbares Bild der erfassten Tätigkeiten vermitteln.

Umwelterklärung 2025 herunterladen (PDF)

Mit der regelmäßigen Veröffentlichung machen wir unsere Umweltleistung nachvollziehbar und zeigen zugleich, an welchen Themen wir weiterarbeiten.