Stadtsauberkeit ist Teamarbeit – und an vielen Stellen im Wuppertaler Stadtgebiet sind besondere Aufgaben zu bewältigen. Deshalb setzt der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) neben der turnusmäßigen Straßenreinigung auf ein neues Team „Wilde Kippen“, das in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Wuppertal entstanden ist.
Hier und in drei weiteren Teams kümmern sich Kolleginnen und Kollegen weiterhin um die Reinigung des Wupperufers, der zahlreichen Treppen im Stadtgebiet sowie jetzt auch um Wildwuchs und wilde Müllkippen.
Für die Beschäftigten bietet die sozialversicherungspflichtige Tätigkeit die Chance, nach längerer Arbeitslosigkeit wieder im Berufsleben Fuß zu fassen. „Die neuen Teams leisten wertvolle Arbeit für ein sauberes Wuppertal und eröffnen den Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig neue berufliche Perspektiven“, sagt Sascha Grabowski, ESW-Betriebsleiter und Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG). „Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen uns, dass der gemeinsame Weg mit dem Jobcenter und die intensive Begleitung der geförderten Beschäftigten nach dem Teilhabechancengesetz (§ 16i SGB II) für beide Seiten ein Gewinn sind.“
Bereits seit mehreren Jahren sind die ESW-Teams Wupperputz und Treppenputz im Einsatz. Das Team Wupperputz befreit gut besuchte und sichtbare Uferbereiche von Abfällen aller Art – seine Arbeit lässt sich teilweise sogar aus der Schwebebahn beobachten. Eine besondere Aufgabe für das Team Treppenputz ist die Reinigung der rund 500 öffentlichen Treppen, die das Wuppertaler Stadtbild prägen.
In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ergänzt seit Frühjahr 2026 ein eigenes Wildwuchs-Team den ESW. Die fünfköpfige Mannschaft beseitigt mit entsprechender technischer Ausstattung unerwünschten Bewuchs unter anderem auf Gehwegen, Verkehrsinseln und Querungshilfen.
Die drei bestehenden Teams haben nun Zuwachs bekommen, denn in der täglichen Praxis zeigt sich immer wieder: Das Abräumen größerer illegaler Abfallablagerungen lässt sich nicht nebenbei im Rahmen der turnusmäßigen Reinigung erledigen. Je nach Lage und Umfang sind zusätzliche personelle und technische Kapazitäten erforderlich. Dafür steht nun beim ESW ein eigenes Team “Wilde Kippen“ bereit, das flexibel eingesetzt werden kann.
Im Rahmen der städtischen Sauberkeitsoffensive hat Oberbürgermeisterin Miriam Scherff die Beseitigung wilder Müllkippen ebenso in den Fokus gerückt wie die Sauberkeit von Parks und Spielplätzen: „Stadtsauberkeit hat viele Facetten: Dazu gehören saubere Straßen, Treppen und Uferbereiche, gepflegte Parks und Spielplätze sowie die Beseitigung wilder Müllkippen. Ich erlebe jeden Tag, wie wichtig dieses Thema den Wuppertalerinnen und Wuppertalern ist. Die vier ESW-Teams stärken unsere Sauberkeitsoffensive und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem lebenswerten Wuppertal.“
Bei der Personalgewinnung arbeiten der ESW und das Jobcenter Wuppertal bereits seit Jahren im Rahmen der Förderung nach dem Teilhabechancengesetz (§ 16i SGB II) eng zusammen. Ziel ist es, langzeitarbeitslosen Menschen über eine öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag zu ermöglichen, berufliche Erfahrung aufzubauen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Dr. Andreas Kletzander, Vorstand Arbeitsmarktintegration und Finanzen des Jobcenters: „Mit ESW und AWG haben wir zwei besonders engagierte Partner, die stadtweit mit knapp 30 die meisten 16i-Stellen zur Verfügung stellen. Besonders erfreulich ist, dass bisher nach Auslaufen der Förderung über 60 Prozent der Personen in eine dauerhafte Beschäftigung übernommen worden sind. Das zeigt zum einen, was b